Windkraft vor Ort: Gut fürs Klima. Gut für Lich.

Klimaschutz beginnt hier vor Ort – und Windenergie ist dafür ein entscheidender Baustein. Am Höhlerberg entstehen aktuell zwei moderne Windräder, die zeigen: Energiewende und Naturschutz gehen zusammen.

Bei einem gemeinsamen Austausch vor Ort informierten sich grüne Kommunalpolitiker*innen aus Lich, Hungen, Pohlheim, Fernwald und Münzenberg über Planung, Bau und Betrieb moderner Windenergieanlagen. Die Projektverantwortlichen erläuterten transparent die technischen Abläufe, die zu erwartende Stromerzeugung sowie Maßnahmen zum Natur- und Artenschutz. Offene Fragen konnten direkt und nachvollziehbar beantwortet werden.

„Pro Anlage können 7000 Haushalte pro Jahr mit Strom versorgt werden. Diese Zahl macht deutlich, welchen konkreten Beitrag Windenergie für unsere Kommunen leisten kann“, erklärt Dr. Nina Althoff, Grünen-Kandidatin für die anstehenden Kommunalwahl. „Das stärkt unsere kommunale Versorgung, senkt langfristig die Stromkosten und macht uns unabhängiger von fossilen Importen.“

Der beim Bau entstehende CO₂-Ausstoß wird nach Berechnung der Projektbetreiber Qair Deutschland und Köhler Renewable Energy bereits nach wenigen Monaten Betrieb ausgeglichen – danach erzeugen die Anlagen bilanziell klimaneutralen Strom über viele Jahrzehnte hinweg. Ein wichtiger Aspekt ist auch die langfristige Verantwortung: Der vollständige Rückbau der Anlagen ist durch Bankbürgschaften abgesichert. Für die aktuell im Bau befindlichen Anlagen wird mit einer regulären Betriebsdauer von 20 Jahren gerechnet, mit der Option einer Verlängerung um bis zu fünf Jahre. Damit ergibt sich eine Gesamtlaufzeit von rund 25 Jahren. Für die Anlagen im geplanten Windpark Helgenwald wird eine mögliche Betriebsdauer von bis zu 30 Jahren angenommen. Gleichzeitig wird bereits heute geprüft, wie bestehende Anlagen durch Repowering künftig noch effizienter genutzt werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war der ArtenschutzDie Projektbetreiber erläuterten die Umsetzung der artenschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Waldstilllegungen, Waldneuanlagen, Grünlandextensivierungen sowie gezielte Maßnahmen fürWildkatze, Hirschkäfer, Rotmilan und Fledermäuse, etwa durch Wildkatzenburgen und Hirschkäfermeiler.

„Der Termin hat gezeigt, dass Energiewende und Naturschutz gemeinsam gedacht werden können. Entscheidend ist eine saubere Planung, von der die Region dauerhaft profitiert“, zieht die Licher Spitzenkandidatin und Grüne-Stadtverordnete, Katharina Lorber, Bilanz.

Die Grünen setzen sich dafür ein, weitere geeignete Flächen für erneuerbare Energien systematisch zu prüfen – von Windenergie über Photovoltaik auf Dächern, Parkplätzen und Konversionsflächen bis hin zu Infrastrukturbereichen. Ziel ist eine nachhaltige, dezentrale Energieversorgung, die Klima, Natur und Menschen gleichermaßen berücksichtigt.

„Wir wollen in Lich weiterdenken: mehr Windenergie, mehr Photovoltaik auf Dächern, Parkplätzen und Konversionsflächen. Und zukünftig vor allem auch: mehr Bürgerbeteiligung“, erklärt Jörg Hessler, Grünen-Stadtverordneter und ebenfalls Kandidat für die Kommunalwahl in Lich.  Die Grünen Kommunalpolitiker*innen bekräftigen ihren Anspruch: Klimaschutz, Naturschutz und Beteiligung der Menschen vor Ort gehören zusammen. Lich hat das Potenzial, diesen Weg konsequent weiterzugehen.